Burkina Faso

Obervolta (veraltet)

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Bur|ki|na Fa|so; - -s:
Staat in Westafrika.

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Burkina Faso
 
 
 
Fläche: 274 200 km2
 
Einwohner: (2000) 11,9 Mio.
 
Hauptstadt: Ouagadougou
 
Amtssprache: Französisch
 
Nationalfeiertag: 5. 8. und 11. 12.
 
Währung: 1 CFA-Franc = 100 Centimes (c)
 
Zeitzone: 1100 Ouagadougou = 1200 MEZ
 
[bur-], (amtlich französisch République de Bourkina Faso, bis 1984 Obervọlta, französisch Haute-Voltạ [ot-], deutsch Republik Burkina Faso, Binnenstaat in Westafrika, 274 200 km2, (2000) 11,9 Mio. Einwohner; zwischen Republik Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Niger und Mali. Hauptstadt ist Ouagadougou, Amtssprache Französisch. Währung: CFA-Franc = 100 Centimes (c). Zeitzone: WEZ (1100 Ouagadougou = 1200 MEZ).
 
 Staat und Recht:
 
 
Nach der Verfassung vom 9. 6. 1991 (am 2. 6. durch Referendum gebilligt; 1997 revidiert) ist Burkina Faso eine präsidiale Republik. Mit der neuen Konstitution, die Gewaltenteilung sowie ein Mehrparteiensystem fixiert und Grundrechte und -freiheiten der Bürger garantiert, wurden Voraussetzungen für die demokratische Umgestaltung geschaffen. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der Präsident, der auf 7 Jahre direkt gewählt wird (die Begrenzung der Amtszeit wurde 1997 aufgehoben). Der Präsident ernennt das Kabinett unter Vorsitz des Premierministers. Die Legislative liegt bei der Versammlung der Volksdeputierten (111 Abgeordnete, für 5 Jahre gewählt). Die seit 1993 bestehende zweite Kammer, das Repräsentantenhaus (178 Mitglieder), hat ausschließlich beratende Funktion.
 
Parteien:
 
Zu den wichtigsten Parteien gehören: Congrès pour la démocratie et le progrès (CDP; deutsch Kongress für Demokratie und Fortschritt), Parti pour la démocratie et le progrès (PDP; deutsch Partei für Demokratie und Fortschritt), Rassemblement démocratique africain (RDA; deutsch Afrikanische Demokratische Sammlungsbewegung), Alliance pour la démocratie et la féderation (ADF; deutsch Allianz für Demokratie und Föderation).
 
 
Größter der 5 Gewerkschaftsverbände ist die Union Syndicale des Travailleurs Burkinabè (UST).
 
 
Das 1984 eingeführte Wappen zeigt, umrahmt von einem Zahnkranz, eine Hacke, ein automatisches Gewehr und ein offenes Buch. Diese Symbole verkörpern die an der Revolution beteiligten Gruppen Landbevölkerung, Militär und Intelligenz. Darüber steht ein roter Stern. Rechts und links vom Wappen befindet sich ein Maiskolben, darunter spannt sich ein Spruchband mit dem Text »Vaterland oder Tod, wir werden siegen«.
 
Nationalfeiertage:
 
Nationalfeiertage sind der 5. 8. (zur Erinnerung an die Erlangung der vollen Unabhängigkeit 1960) und der 11. 12. (Ausrufung der Republik).
 
 
Das Land ist in 45 Provinzen gegliedert, an deren Spitze Gouverneure stehen.
 
 
Die neue Verfassung erklärt die Unabhängigkeit der Justiz. Die Richter unterliegen allerdings der Aufsicht durch den Obersten Justizrat, dem der Staatspräsident vorsitzt.
 
 
Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee (fast ausschließlich Heerestruppen) beträgt etwa 6 000, die der paramilitärischen Gendarmerie 1 800 Mann. An Verbänden stehen fünf bataillonsstarke Infanterieregimenter, je ein Panzer-, Artillerie- und Pionierbataillon sowie ein Luftlanderegiment zur Verfügung. Die Ausrüstung umfasst neben meist leichten Waffen v. a. 70 Aufklärungspanzer und einige Kampfflugzeuge vom Typ MiG-21.
 
 Landesnatur und Bevölkerung:
 
 
Das Land liegt auf einem weiten, mäßig von Nordosten nach Südwesten geneigten Plateau aus präkambrischen Gesteinen (Gneise, Granite), etwa 250-350 m über dem Meeresspiegel, über dem sich vereinzelt Inselberge erheben. Größere Höhenunterschiede finden sich nur im Südwesten, wo das Sikasso-Sandsteinplateau, bis etwa 700 m über dem Meeresspiegel, mit mächtiger Steilstufe nach Süden abbricht. Weit verbreitete Lateritdecken, arme, geringmächtige Böden und Wassermangel (schneller Abfluss, tiefer Grundwasserspiegel) bieten ungünstige Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Einziger ständig Wasser führender Fluss ist der Schwarze Volta.
 
Klima und Vegetation:
 
Burkina Faso hat wechselfeuchtes tropisches Klima mit einer Regenzeit von Juli bis Oktober; in der Trockenzeit weht der Staub führende Harmattan. Die Niederschläge sind im Südwesten am höchsten (1 000-1 300 mm jährlich); hier herrschen Feuchtsavanne mit Galeriewäldern vor. Der mittlere (größte) Landesteil mit größeren Temperaturschwankungen und Trockensavanne erhält nur 500-1 000 mm Niederschlag. Der Nordosten mit geringen (in manchen Jahren ausbleibenden) Niederschlägen ist Dornsavanne bis Halbwüste (Sahel).
 
 
Größte (und politisch führende) Gruppe sind die Mosi im mittleren Osten um Ouagadougou (knapp die Hälfte der Bevölkerung). Die Bobo (7 %) wohnen im Westen am Schwarzen Volta; im Osten leben Gurma (5 %), im Süden Senufo (6 %). Neben den negriden Sudanvölkern, zu denen die meisten der etwa 160 ethnische Gruppen gehören, gibt es v. a. im Norden Fulbe (10 %) und Tuareg, die zum Teil nomadisch leben. Die Bevölkerungsdichte ist am größten im mittleren Landesteil um Ouagadougou; weite randliche Gebiete sind fast menschenleer. Die starke Zunahme der Bevölkerung (sie hatte sich von 1975 bis 1985 fast verdoppelt) hat dazu beigetragen, dass die mehrjährigen Dürreperioden im Norden (Sahel, Desertifikation) immer wieder katastrophale Auswirkungen hatten. Die jährliche Wachstumsrate der Bevölkerung liegt weiterhin bei 2,6 %. In Städten leben 23 % der Bevölkerung. Größte Städte sind Ouagadougou (448 000 Einwohner) und Bobo-Dioulasso (273 000 Einwohner).
 
 
Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit und verpflichtet den Staat zu religiöser Neutralität und Parität. Nach Schätzungen sind rd. 44 % der Bevölkerung Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen; ebenfalls etwa 44 % sind sunnitische Muslime der malikitischen Rechtsschule. Die übrigen 12 % sind Christen; rd. 10 % gehören der katholischen Kirche an (Kirchenprovinz Ouagadougou), 2 % verschiedenen protestantischen Kirchen und Gemeinschaften (v. a. Pfingstkirchen). Infolge intensiver Mission ist der Islam in stetigem Wachstum begriffen.
 
 
Der Schulbesuch ist kostenlos. Offizielle Schulpflicht besteht für Kinder im Grundschulalter, doch die Kapazitäten (Anzahl der Lehrer und Schulen) reichen nicht aus. Die Analphabetenquote beträgt 79,3 %. Der sechs Jahre dauernden Grundschule folgt eine zweigeteilte Sekundarstufe mit einem vier- und einem dreijährigen Zyklus (»französisches Schulsystem«). In Ouagadougou befindet sich die einzige Universität des Landes.
 
 
Presse: Seit der Legalisierung der Opposition sind vermehrt unabhängige Zeitungen entstanden, wie die Tageszeitungen »Le Pais« und »Observateur Paalga« sowie die wöchentlich erscheinenden »Le Journal du Jeudi« und »L' Intrus«. Das Regierungsblatt »Sidwaya« erscheint weiterhin. Staatliche Nachrichtenagentur ist die »Agence Burkinabe de Presse«, Sitz Ouagadougou. Rundfunk: Die staatliche Rundfunkgesellschaft »Radiodiffusion-Télévision Burkina« (gegründet 1959), Sitz Ouagadougou, verbreitet das landesweite Hörfunkprogramm »La Voix de Renouveau« in Französisch und 16 Landessprachen und das Regionalprogramm »Radio Bobo-Dioulasso«, daneben senden die kommerziellen Stationen »Radio Horizon FM« und »REP« Programme in Englisch, Französisch und den regionalen Sprachen. In der Provinz Tapoa ist außerdem das Lokalradio »Radio Tapoa« auf Sendung. Das Fernsehprogramm »Télévision Nationale du Burkina« kann nur in Ouagadougou und Bobo-Dioulasso empfangen werden.
 
 Wirtschaft und Verkehr:
 
 
Das Agrarland Burkina Faso gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von (1994) 300 US-$ zu den Entwicklungsländern mit niedrigem Einkommen. Nach dem 1991 von IWF und Burkina Faso unterzeichneten Strukturanpassungsprogramm ist nicht mehr Staatskapitalismus, sondern eine gemischte Wirtschaft das Leitziel der Wirtschaftspolitik. So sollen u. a. Staatsbetriebe einschließlich des Bankensektors privatisiert und staatliche Beteiligungen an Betrieben auf einen Anteil von höchstens 25 % reduziert, außerdem der Binnen- und Außenhandel liberalisiert weren. Die größten wirtschaftlichen Probleme des meerfernen Binnenstaates sind die großen Entfernungen zu anderen Märkten, der begrenzte Binnenmarkt, unfruchtbare Böden und Dürreperioden. Die Inflationsrate war im Zeitraum 1985-92 mit einer jährlichen Steigerungsrate von 3,5 % relativ niedrig. Die Auslandsverschuldung lag 1992 bei 1,06 Mrd. US-$. Burkina Faso hat schon mehrfach vom Schuldenerlass für Entwicklungsländer profitiert.
 
 
1992 arbeiteten noch 84 % der Erwerbstätigen im Agrarbereich, 90 % der Anbaufläche dienen der Selbstversorgung. Bei den traditionellen extensiven Anbaumethoden (Wanderhackbau mit Brandrodung) ist die Produktivität meist gering. Nur im Südwesten und in einigen Flusstälern findet man fruchtbare Böden. Auf das Hauptnahrungsmittel Hirse (1993: 1,95 Mio. t) entfallen 75 % der Anbaufläche; ferner werden v. a. Mais, Reis und Hülsenfrüchte angebaut. In Dürreperioden reicht die eigene Ernte nicht zur Ernährung der Bevölkerung. Exportprodukte sind Baumwolle, Sesam, Kariténüsse und Tabak. Hauptweidegebiet ist der trockene Nordwesten, da die durch Tsetsefliegen verseuchten Flusstäler nicht als Weiden genutzt werden können. Die Viehzucht wird v. a. von nomadisierenden Fulbe betrieben. Das größte Vorhaben der Agrarpolitik ist, nach weitgehender Ausrottung der Flussblindheit die Volta-Flusstäler stärker zu besiedeln und agrarisch zu nutzen, um das übervölkerte Hochland zu entlasten.
 
 
Burkina Faso besitzt zwar reiche Bodenschätze, die aber wegen fehlender Verkehrswege und hoher Investitionskosten noch kaum abgebaut werden. Der Goldbergbau bei Poura wurde 1984 wieder aufgenommen. Die Förderung der reichen Manganvorkommen bei Tambao im äußersten Norden des Landes begann 1993. Antimon und Marmor werden ebenfalls abgebaut. Phosphat-, Zink-, Silber-, Blei- und Kalksteinvorkommen sind noch nicht erschlossen.
 
 
Das verarbeitende Gewerbe beschränkt sich weitgehend auf die Verarbeitung heimischer Agrarprodukte. Es dominiert die Herstellung von Nahrungsmitteln, Textilien und Schuhen; ein exportorientierter Zweig ist die Verarbeitung von Häuten und Fellen. Das traditionelle Kunsthandwerk ist hoch entwickelt. Die meisten Betriebe gibt es in den verkehrsgünstigsten Standorten Bobo-Dioulasso und Ouagadougou.
 
 
Die Außenhandelsbilanz ist seit den 70er-Jahren negativ (1992: Einfuhr 503 Mio. US-$, Ausfuhr 142 Mio. US-$). Baumwolle ist mit einem Anteil von (1990) 57 % das dominierende Exportprodukt. Es folgen unbearbeitetes Gold, Häute und Felle. Wichtigste Handelspartner sind Frankreich, die Republik Elfenbeinküste, die USA und Italien.
 
Verkehr:
 
Für das Binnenland Burkina Faso gehört die Anbindung an die Transportwege der südlichen Küstenländer Republik Elfenbeinküste, Ghana und Togo zu den Prioritäten der Wirtschaftspolitik. Die wichtigste Eisenbahnlinie verbindet Ouagadougou über Bobo-Dioulasso mit der Hafenstadt Abidjan (Republik Elfenbeinküste). 1991 wurde das erste 105 km lange Teilstück von Ouagadougou hin zu den Manganvorkommen bei Tambao eröffnet. Ein Großteil des Straßennetzes ist in der Regenzeit unpassierbar. Wichtigste Verbindung ist die Straße von Ouagadougou nach Lome (Togo). Dem Luftverkehr stehen zwei internationale Flughäfen in Ouagadougou und Bobo-Dioulasso zur Verfügung.
 
 
In dem seit urgeschichtl. Zeit besiedelten Gebiet entstanden im 11./12. Jh. die Mosi-Staaten Tenkodogo, Yatenga und Ouagadougou (Wagadugu), dessen animistisch fundiertes Gottkönigtum (Herrschertitel »Moro Naba«) ihre Islamisierung verhinderte, obwohl einige Nabas Muslime wurden. 1896 eroberten Franzosen das Gebiet. 1919 wurde die Kolonie Obervolta konstituiert und Frz.-Westafrika eingegliedert, allerdings 1932 aufgelöst und zw. Elfenbeinküste, Frz.-Sudan und Niger aufgeteilt. Im Rahmen der Frz. Union wurde Obervolta 1947 als Territorium wiederhergestellt. Am 11. 12. 1958 erhielt es als Rep. Volta (1959 umbenannt in Obervolta) Autonomie innerhalb der Frz. Gemeinschaft.
 
Frankreich entließ Obervolta am 5. 8. 1960 in die Unabhängigkeit. Staatspräs. wurde Maurice Yaméogo (* 1921, ✝ 1993). Nach Unruhen setzte Armeechef General Sangoulé Lamizana (* 1916) Yaméogo 1966 ab und übernahm als Staatschef selbst die Führung des Landes. 1974-77 waren alle polit. Parteien verboten. Nachdem 1976 eine Reg. überwiegend aus Zivilisten gebildet, im November 1977 durch Volksentscheid eine neue demokrat. Verf. angenommen und im April 1978 Parlamentswahlen durchgeführt worden waren, wurde General Lamizana im Mai 1978 zum Präs. wieder gewählt.
 
Der von Oberst Saye Zerbo (* 1932) geführte unblutige Putsch im November 1980 eröffnete eine Reihe von Militärputschen, bei denen schließlich Thomas Sankara (* 1950, ✝ 1987) im August 1983 Staatschef wurde. Er schuf nach dem Vorbild Libyens ein neues Regierungssystem und verstaatlichte Grund und Boden. Um den angestrebten Neubeginn seines Landes sinnfällig zu machen, benannte er es am 4. 8. 1984 in »Burkina Faso« (aus mehreren Sprachen zusammengesetzt, etwa »Vaterland der Würde«) um. In der Außenpolitik setzte Burkina Faso unter Sankara die in den 1960er- und 1970er-Jahren eingeleiteten Beziehungen zu Frankreich fort und achtete auf einen Ausgleich zu Libyen und Algerien. Mit dem Nachbarland Elfenbeinküse blieb Burkina Faso seit seiner Unabhängigkeit im »Conseil de l'Entente« eng verbunden. 1975 und 1985 geriet es mit Mali in einen Grenzkonflikt über einen kleinen Landstreifen (Agachergebiet), in dem Bodenschätze vermutet wurden. Nach einem Militärputsch im Oktober 1987 gegen Sankara und nach dessen Ermordung wurde Blaise Compaoré Präs., der bei den ersten demokrat. Wahlen im Dezember 1991 im Amt bestätigt wurde (Wiederwahl 1998) und einen Demokratisierungsprozess sowie die Anpassung der Wirtschaft an marktwirtsch. Strukturen einleitete.
 
 
E. P. Skinner: The Mossi of the Upper Volta (Stanford, Calif., 1964);
 P. Lippens: La République de Haute-Volta (Paris 1972);
 G. Pallier: Géographie générale de la Haute-Volta (Limoges 1978);
 D. M. McFarland: Historical dictionary of Upper Volta (Metuchen, N. J., 1978);
 T. F. Krings: Kulturgeograph. Wandel in der Kontaktzone von Nomaden u. Bauern im Sahel von Obervolta (1980);
 W. Schneider-Barthold: Industrie u. Grundbedürfnisbefriedigung in Afrika. .. am Beispiel Obervoltas (1984);
 Le B. F., in: Politique Africaine, Jg. 20 (Paris 1985).

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Bur|ki|na Fa|so; - -s: Staat in Westafrika.

Universal-Lexikon. 2012.

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